USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 8 – Über den Capital Reef NP zum Bryce Canyon NP

Nach drei Nächten in Moab war es Zeit für die nächste Etappe unserer Reise. Von Moab aus ging es ein Stück Richtung Nordwesten zurück, um dann am Capitol Reef Nationalpark vorbei zum Bryce Canyon Nationalpark zu fahren.

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Dieser Tag war rückblickend der landschaftlich vielfältigste Reisetag des gesamten Urlaubs. Wir hatte gefühlt unendlich lange und schnurgerade Streckenabschnitte (besonders zwischen Greenriver und Hanksville), wunderschöne Täler mit Obstgärten in Capitol Reef, den hohen und dicht bewaldeten Boulder Mountain sowie die zerklüftete Landschaft zwischen Boulder und Bryce.

Gifford Farm, Fruita, Capitol Reef NP
(X-T2|f/8|1/450sec|ISO-200|46.6mm)
Die Gifford-Scheune vor Sandsteinfelsen
(X-T2|f/8|1/300sec|ISO-200|18mm)
Ende des Scenic Drive im Capitol Reef NP
(X-T2|f/8|1/500sec|ISO-200|18mm)

Kurz „hinter“ querten wir den Boulder Mountain, der sich aus dem Aquarius Plateau hebt. Es handelt sich dabei um einen 3449 m hohen alleinstehenden Berg, der im in der schneefreien Zeit von Juli bis September überquert werden kann. Der Berg hat als Wasserreservoir eine große Bedeutung für die südliche Region Utahs.

Blick vom Boulder Mountain Richtung Osten
(X-T2|f/8|1/750sec|ISO-200|18mm)

Am südliche Fuße des Berges liegt das kleine Dorf Boulder – ob das Dorf dem Namen vom Berg bekommen hat, oder umgekehrt, ist mir unbekannt.

Blick zurück auf Boulder (der Bergrücken des Boulder Mountain erhebt sich ab linken Bildrand)
(X-T2|f/8|1/600sec|ISO-200|18mm)

Zwischen Boulder und dem Bryce Canyon wurde die Natur wieder karger, die Straße schlängelte sich auf Bergrücken entlang tiefer Einschnitte im Fels.

Karge Canyonlandschaft zwischen Boulder und Bryce
(X-T2|f/8|1/1250sec|ISO-200|32.6mm)
Die Straße schlängelt sich dem Horizont entgegen
(X-T2|f/8|1/800sec|ISO-200|52.4mm)

Nach dem wir nachmittags am Bryce Canyon angekommen sind und unser Motel bezogen haben (was gar nicht so schlimm war, wie wir anhand der Bewertungen erwartet hatten), sind wir mit dem Busshuttle direkt vom Motel in den Nationalpark gefahren, um die Stimmung im Sonnenuntergang zu erleben.

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Abendstimmung am Bryce Canyon
(X-T2|f/8|1/340sec|ISO-200|25.4mm)
Bryce Canyon Panorama im Sonnenuntergang
(X-T2|f/8|1/450sec|ISO-200|18mm)
Bryce Canyon mit Blick Richtung NordOst
(X-T2|f/8|1/1100sec|ISO-200|24.3mm)

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 6 – Arches NP – Devils Garden

Nur wenige Kilometer nördlich von Moab liegt der Arches Nationalpark. Seinen Namen verdankt er den über 2000 Steinbögen, die in dieser kargen Landschaft vom Wind und Wetter geschaffen wurden. Der Park ist mittels einer sehr gut ausgebauten Straße erschlossen und zieht viele, auch internationale, Touristen an. So viel Deutsch, Französisch und Italienisch habe ich (gefühlt) in keinem anderen Park gehört.

Am ersten Tag im Arches NP haben wir uns für eine Wanderung durch den Devil’s Garden entschieden. 12 km über z.T. sehr gut ausgebaute Wege, z.T. über staubige und felsige Pfade die vor allem Trittsicherheit verlangen. Das alles bei angenehmen Temperaturen zwischen 30 und knappen 40°C. Im Schatten.

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Schon kurz nach dem Visitor Center des National Parks, über den man den Park betritt und verlässt, fährt man durch Landschaften, die für mich das Klischee des Wilden Westen erfüllen.

The Organ

Insgesamt ist man vom Visitor Center bis zum Devil’s Garden Trail Head ca. 45 Minuten mit dem Auto unterwegs (ca. 29 km). Auch wenn die Landschaft bis dahin schon viele verlockende Fotostopps anbot, haben wir uns diszipliniert, um so früh wie möglich am Trail Head zu sein. Hitze und so, ihr wisst schon…

Tunnel Arch kurz hinter dem Parkplatz
Pine Tree Arch

Typische Steinformationen mit ihren deutlich erkennbaren Schichten

In der Nähe des Private Arch
Double O Arch
Zurück Richtung Trail Head

Der Landscape Arch ist mit über 88 m der Arch mit der größten Spannweite im Park. An seiner dünnsten Stelle beträgt seine Dicke nur noch 3 m. Vor dem Abbruch zweier Segmente Anfang der 90er Jahre führte ein Weg unter dem Arch hindurch. Mittlerweile ist dieser für Besucher gesperrt.

Landscape Arch im Gegenlicht

Ursprünglich hatte ich für diesen Tag noch die Wanderung zum Delicate Arch geplant, jedoch haben wir diese Idee auf Grund der Wärme und allgemeinen Erschöpfung auf den nächsten Tag verschoben.

Stattdessen ging es zurück Richtung Moab, ohne jedoch vorher noch an zwei Stellen anzuhalten.

Blick Richtung La Sal Mountains
Balanced Rock
Balanced Rock im Gegenlicht

 

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 5 – Next stop Moab

740 km waren es von Twin Falls, Idaho, nach Moab, Utah. Vor uns lag also wieder ein ganzer Tag im Auto. Wir hatten ursprünglich geplant am großen Salzsee bei Salt Lake City eine Pause zu machen, um  behaupten zu können, einmal den großen Salzsee gesehen zu haben. Da wir jedoch kurz vor dem See eine gefühlte Stunde im Stau verloren haben, haben wir diesen Plan verworfen und sind bis Moab durchgefahren.

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Die Landschaft war sehr abwechslungsreich. Vom grünen Farmland in Idaho und im  nördlichen Utah, über Soldier Summit in den Wasatch Mountains hinein in die karge und z.T. wüstenähnliche Canyonlandschaft rund um Moab.

Woodside
Crescent Junction kurz vor Moab
Crescent Junction Panorama

Untergekommen sind wir im Moab Rustic Inn, das man guten Gewissens weiter empfehlen kann.

Vor unserem Hotel in Moab
La Sal Mountains östlich von Moab (mit einem heran ziehendem Gewitter)
Moab Sunset
Moab Main Street

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 4 – Die Finsternis

Montag früh um 4:20 war es endlich so weit. Wir stiegen leicht bekleidet ins Auto (ein Fehler, wie sich später heraus stellen sollte) und machten uns wieder auf den Weg in das Sawtooth Valley. Es war stockdunkel, wenig Verkehr und nach 200 km erreichten wir einen der Feld-Parkplätze, den wir uns am Vortag ausgesucht hatten.

tl;dr

Auf der Flickr Seite von Thomas könnt ihr euch die Bilder anschauen.

Ausführliche Fassung

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Es war Zehn vor Sieben, das Thermometer zeigte 28°F an. FAHRENHEIT. Das waren -2°C. CELSIUS. Im August. Auf 2100 m über dem Meeresspiegel. Hätte man sich ja auch mal denken können – ich hatte nur eine kurze Hose an. Brrr.

Jedoch kündigte sich der Sonnenaufgang an; das wollte ich dann doch nicht verpassen. Also Zähne zusammen gebissen, Stativ aufgebaut, Kamera montiert und das rosa Panorama abgelichtet.

Dann einmal umgedreht…

Kurz bevor die Sonne über den Horizont kam
Ich gebe es zu: Hier wurde ein bisschen an den Farben gedreht 😉

Bis 11:28 hieß es dann erstmal noch Zeit tot schlagen. Während Thomas seine Technik aufbaute, habe ich ihn und die anderen Nerds abgelichtet.

Der Mond beginnt sich vor die Sonne zu schieben
Zum Schutz der Kamera vor der Sonne dient ein Blatt Papier
Ready? Jup!

Und wofür nun dieser ganze Aufwand?

Für 2 Minuten und 30 Sekunden?

Ernsthaft?

 

Aber seht (und hört) selbst:

Solar Eclipse 2017
Innere Corona und Protuberanzen

Solar Eclipse 2017
Äußere Corona

Solar Eclipse 2017
Diamond Ring

Mit freundlicher Erlaubnis von TommyMarkus!

 

Zum Abschluss ein Video des Ganzen. Bitte bedenkt, dass es echt dunkel war und meine Kameras primär zum Fotografieren und nicht zum Filmen gemacht wurden…

 

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 3 – Die Erkundung

Von unserem Hotel in Twin Falls zu dem Punkt, von dem aus wir die Sonnenfinsternis betrachten wollten, waren es ca. 225 km. Schon am Vortag haben wir diverse Schilder und Radiomeldungen gehört, die darauf hinwiesen, dass am kommenden Montag mit viel Verkehr und Staus zu rechnen ist.

Aus diesem Grund hatten wir uns entschlossen, den Weg und die Gegend der Sawtooth Mountains am Sonntag zu erkunden um so ein Gefühl zu bekommen, wie früh wir am Montag morgen los fahren müssen.