Tag 132: Vorabnahme

Heute war es soweit: Tag der Vorabnahme. Zusammen mit dem Gutachter und dem Bauleiter sind wir erst Raum für Raum durch das Haus, dann außen herum gegangen. In jedem Raum wurden die Fenster und Rollläden geprüft, der Putz bewertet, die Position von Steckdosen und Schaltern mit der Elektroplanung verglichen. Unter dem Dach wurde die Verlegung der Isolierung der Dachgeschossdecke bewertet (die dem Gutachter nicht homogen genug war).

Im Arbeitszimmer wurde in einer Ecke nur eine zweifach-Steckdose anstatt einer dreifachen Steckdose verbaut, ein Fehler der noch bis zum Freitag beseitigt wird.

Hier und da wird noch einmal ein bisschen Spachtelmasse aufgebracht, an wenigen anderen stellen noch einmal glatt geschliffen. Alles keine großen Sachen.

Kurz vorher wurde der Blower-Door-Test durchgeführt, bei dem mittels künstlichen Über- und Unterdruck gemessen wird, wie dicht das Haus ist. Die Druckunterschiede werden dabei über einen Einsatz in der Tür erzeugt, woher auch der Name kommt.

Das Blower-Door-Gerät, mit dem die Messung erfolgt

Bei der Messung wurde ein durchschnittlicher Wert von “0,58 h−1” festgestellt. Der Wert gibt an, wie häufig pro Stunde die Luftmasse des Hauses bei einem theoretischen Druckunterschied von 50 Pa durch Undichtigkeiten ausgetauscht wird. Laut Wikipedia sind typische Luftwechselraten bei undichten Altbauten 4 bis 12 h−1; bei Neubauten ohne besondere Sorgfalt 3 bis 7 h−1; bei Niedrigenergiehäusern 1 bis 2 h−1 und bei Passivhäusern 0,1 bis 0,6 h−1. Was die Dichtigkeit angeht befindet sich unser Haus also auf dem Niveau eines Passivhauses. Nimmt man alle (ungewollten) Undichtigkeiten des Hauses zusammen, ergibt sich ca. eine Fläche von 10 x 10 cm.

Was uns leider immer noch sorgen macht, ist unser Stromanschluss. Obwohl die Avacon (bzw. deren beauftragtes Subunternehmen) zugesagt hat, den Hausanschlusskasten am kommenden Donnerstag zu installieren, heißt das noch nicht, dass auch der Stromzähler installiert werden kann. Es kann passieren, dass dafür ein weiterer Termin notwendig ist. Ehrlich gesagt habe ich aber nicht verstanden, warum man daraus nicht ein Abwasch machen kann. Leider gibt es ohne den Stromzähler und die Inbetriebnahme der Elektroverteilung keine Endabnahme. Unser Endabnahmetermin am Freitag wackelt…

Tag 130: Weihnachten und Jahreswechsel

Über Weihnachten und Neujahr hinweg ist nicht viel im Haus passiert. Auch den Handwerkern sei Weihnachtsurlaub gegönnt.

Kurz vor Weihnachten wurden noch die Türen eingebaut.

Wohnzimmertür und Flügeltür zur Küche
Zimmertür ohne Lichtausschnitt

Im neuen Jahr wurde die Photovoltaik-Technik vervollständigt. Das heißt, dass die Batterie, der Wechselrichter und die Managementtechnik dafür installiert wurden. Leider konnte ich bisher keine Fotos davon machen, da es im Keller immer noch kein richtiges Licht gibt. Am 09.01. wurde die PV-Anlage offiziell in Betrieb genommen, zu diesem Zeitpunkt haben wir die Anlage dann auch im Martkstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert (PV-Anlage und Batterie separat), was man als Stromerzeuger wohl machen muss. Die detaillierte Anleitung dazu gab es vom Unternehmen, dass die PV-Anlage bei uns installiert hat.

Auszug aus dem MaStR

À propos Strom, das führt uns zum derzeitigen Sorgenkind:

Am kommenden Dienstag, also übermorgen, soll die Vorabnahme des Hauses stattfinden. Aber bisher ist die Elektroinstallation noch weit davon entfernt fertig zu sein: an vielen Stellen fehlen die Steckdosen und Schalter, der Sicherungskasten mit dem Zähler und dem Hausanschluss fehlt derzeit noch komplett. Bisher enden lediglich alle Kabel in einem großen Bündel im Keller. Die Avacon scheint den Stromanschluss auch noch nicht geschaltet zu haben, wer hier auf wen wartet ist uns derzeit nicht bekannt. Wir werden morgen wohl mal mit Avacon telefonieren.

Der Fußboden im EG ist auch noch nicht so weit, wie er heute eigentlich laut Terminplan sein sollte (Verlegearbeiten sollten bis Mittwoch letzter Woche fertig sein). Scheinbar wurde am Freitag erst die Ausgleichsmasse vergossen, da an der Hauseingangstür ein Zettel hang, dass das Haus erst ab dem 11.01. betretbar sei.

Ausgleichsmasse im Eingangsbereich
Wohnzimmer

Auf dieser Ausgleichsmasse muss nun der Vinylboden verlegt werden, ob sie das bis Dienstag schaffen?

Eigentlich sollte am Freitag, also in fünf Arbeitstagen die Endabnahme sein. Ein bisschen zweifenl wir daran, dass Viebrockhaus den Termin halten kann…

Achso, übrigens: die Armatur ist noch nicht ersetzt.

Tag 99: Sanitärinstallation und Treppe

Mittlerweile wurden vom Installateur die Sanitärobjekte verbaut. Lacher des Tages: scheinbar hat nie jemand geprüft, ob die Armaturen auch in die Dusche passen *facepalm* 🤦🏻‍♂️

Ich vermute mal, dass dies eine besonders wassersparende Armatur werden sollte

Die Armatur im Gästebad wird kurzfristig getauscht – warum der Installateur sie eingebaut hat, bleibt mir ein Rätsel.

Bad

Nebenbei wurde am Montag & Dienstag auch die Treppe installiert.

Vor dem Haus wurde der Platz für den Radiator der Wärmepumpe vorbereitet. Der Radiator steht noch daneben.

Tag 95: Die Fliesen sind verlegt

Parallel zur Installation des Trink- und Schmutzwasseranschlüsses war der Fliesenleger fleißig und hat die beiden Bäder gefliest. Spontan haben wir uns noch für Kantenprofile entschieden – uns war gar nicht bewusst, dass im ‘Standard’ keine Kantenprofile enthalten sind, sondern lediglich ein Lack.

Auch von weißen Fugen an den Wänden hat uns der Mitarbeiter abgeraten und spontan einen leichten Grauton empfohlen. Bei der Bemusterung hatten wir uns noch für weiße Fugen entschieden. Auf die Vor- und Nachteile ist man damals nicht eingegangen. Zum Glück hat der Mitarbeiter des Fliesenleger mehr mitgedacht.

Gästebad
Bad

Tag 92: Wasseranschlüsse und Zisterne

Heute haben die Arbeiten an den Wasseranschlüssen (Trinkwasser, Schmutzwasser und Regenwasser) begonnen.

Unser Tiefbauer hat dazu zu erst die Mehrspartenhauseinführung installiert, die von Viebrockhaus geliefert wurde sowie die beiden Bohrungen gesetzt, durch die das Schmutzwasser wieder das Haus verlässt.

Am gleichen Morgen kam mittels Spedition die Zisterne von Speidel. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten zwischen dem polnischen Fahrer und den Mitarbeitern der Tiefbaufirma – die meiner Meinung nach nur vorgeschoben waren (…) – wurde die Zisterne kurzerhand abgeladen und geparkt.

Der Einbau und Anschluss der Zisterne erfolgt in den nächsten beiden Tagen.

Tag 81: Das Mauerwerk ist jetzt verputzt

In der vergangenen Woche waren die Mitarbeiter von Viebrock zu Gange, die das Mauerwerk innen verputzt/beplankt haben. Viebrock spricht dabei von dem Trockenputzsystem “Viebroplan”.

Im Endeffekt wurde das Mauerwerk mit Gipskartonplatten beplankt/beklebt und anschließend verfugt. Die Betonung liegt dabei auf Mauerwerk – alle Trockenbauwände/ -installationen werden später noch vom Trockenbauer verfugt (genauso wie die Filigrandecke des Erdgeschosses. Das führt dazu, das (besonders im Dachgeschoss) nur ein Teil der Wände verfugt ist.

In der Küche ist eine Ecke mit Trockenbauwänden ausgekleidet – die wird später verfugt.
Auf dem Dach wurde mittlerweile die PV-Anlage installiert

Und:

Wir haben endlich einen Tiefbauer sowie Termine für den Anschluss an das Trinkwasser-, Strom- und Abwassernetz.

Verzögerungen gab es zum einen dadurch, dass der ursprünglich geplante Tiefbauer, der uns an das Abwasser anschließen und die Regenwasserzisterne verbauen sollte, nicht mehr auf unsere Kontaktaufnahme reagiert hat. Vermutlich ist er mit seinen Aufträgen zu sehr ausgelastet.

Dazu kam, dass der Antrag für den Strom-Hausanschluss bei der Avacon verloren gegangen ist. Obwohl der Baustrom- sowie der Hausanschluss in einem Vorgang beantrag wurden, war der Antrag für den Hausanschluss nicht im System von Avacon hinterlegt. Mit dem Ergebnis, dass der Tiefbauer für Strom und Telekom nichts von einem Strom-Hausanschluss wusste. Wir mussten also den Hausanschluss ein zweites Mal beantragen – und das jetzt kurz vor knapp – schließlich sollen die Arbeiten im Dezember ausgeführt werden. Nachdem der zweite Antrag nicht bei Avacon untergegangen ist, haben wir nun für die KW 51 den Termin für den Hausanschluss. In der Woche davor sollen – sofern alles klappt – Schmutz- und Regenwasser angeschlossen, sowie die Zisterne verbaut werden.

Daumen drücken.

Tag 71: Wir haben jetzt eine Tropfsteinhöhle (der Estrich trocknet)

Am Montag und Dienstag wurde der Schnellzementestrich eingebracht, der bereits nach 24 Stunden wieder betretbar ist. Es handelt sich dabei um schwimmenden Estrich, d.h. er liegt auf einer Dämmschicht, ist beweglich und nicht mit angrenzenden Bauteilen, wie zum Beispiel Wänden verbunden. Es wurde ein Zusatzmittel verwendet, der die Fließeigenschaften des Estrichs verbessert und so zu einer Wasserersparnis führt, da die Fließeigenschaft nicht durch das Wasser allein geregelt wird.

Eingangsbereich
Wohnzimmer
Keller
Obergeschoss
Am Treppenabgang zum Keller sieht man jetzt noch den gesamten Fußbodenaufbau

Ab morgen oder übermorgen wird die Heizung gestartet, diese heizt dann in den kommenden 30 Tagen nach einem vorgegebenen Programm den Boden um so eine ausreichende Trocknung zu gewährleisten.

Ab jetzt heißt es dann, jedes Wochenende min. einmal zu lüften (unter der Woche kümmern sich die Handwerker darum – niemand will bei 30°C und 90% Luftfeuchte arbeiten).

Tag 68: Ohne Gerüst, dafür mit Fußbodenheizung

Am Mittwochnachmittag, bzw. Donnerstagvormittag, wurde das Außengerüst des Hauses abgebaut. Die Fassade und das Dach sind soweit fertig. Es fehlt zwar noch die PV-Anlage, aber die Jungs, die die installieren, bringen später ihr Gerüst selbst mit.

Während dessen waren die Elektriker und Sanitär/Heizungsbauer fleißig. Nach dem der Rohbau der Elektrik stand (oder besser auf dem Boden verlegt war), wurden die Wasser-Leitungen verlegt und die entsprechenden Anschlüsse installiert. Leider habe ich keine Bilder von der Wasserinstallation.

Ab Mittwoch hat der Heizungsbauer die Wärmedämmung auf dem Bodenaufgebracht und die Kreise der Fußbodenheizung verlegt.

Die Fußbodenisolation besteht aus drei Schichten. In den unteren beiden Schichten sind die Wasserrohre und Elektroleitungen verschwunden
Mittels Kompressor wurden die verlegten Heizungsleitungen mit 5 Bar Luftdruck beaufschlagt, um Undichtigkeiten aufzudecken. Alles war dicht.

Thema Unterputz-Heizkreisverteiler:
Aus irgendeinem unerfindlichen Grund sind diese aus verzinktem Blech gefertigt und NICHT lackiert. Sie werden sich also später optisch “schön” von der weiß gestrichenen Wand abheben. Ehrlich gesagt, hatte ich mir bis zu diesem Zeitpunkt keine Gedanken über die Farbe der Heizkreisverteiler gemacht, auch bei der Bemusterung ist dies kein Thema. Die Farbe wird auch in keiner Baubeschreibung erwähnt. Viebrock verbaut die Dinger halt so. Also Tipp an alle zukünftigen Viebrockhaus-Bauherren:
Sprecht das bei der Bemusterung an!

Der Trockenbauer ist bis Mittwoch auch fertig geworden. Im Obergeschoss stehen jetzt alle Räume, die Falltür zum Dachboden wurde eingebaut.

Blick von K1 in den Flur
(zusammen gesetztes Panorama; die Wände sind gerade, auch wenn es nicht so aussieht 😉 )
Flur im EG
Sieht der Heizkreisverteiler nicht schön aus?
Das Wohnzimmer hat auf Grund der Größe zwei Heizkreise bekommen

In der Küche wurde beim Verlegen der Heizung übrigens der Plan des Küchenbauers beachtet. Direkt unter den Schränken wurden kein Heizkreis verteilt. Man muss ja schließlich nicht die Schränke und den Kühlschrank heizen.

Küche

Tag 60: Verfugung, Trockenbau & Elektrik

Der Verblender/Klinker wurde gereinigt und heute verfugt.

Verfugungsarbeiten

Parallel zu den Elektrikern haben in den letzten beiden Tagen die Trockenbauer begonnen im Obergeschoss die Wände aufzustellen.

Kinderzimmer 1
Blick ins zukünftige Bad
Zu- und Abluftrohre der Lüftung, links daneben ein Abwasserrohr des Bads
Im Fußboden des späteren Gästebads sammeln sich alle Stromkabel des Hauses
Über den Flur verteilen sie sich in das Erdgeschoss…
…z. B. in das Wohnzimmer