USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 9 – Bryce Canyon

Für die Wanderung durch den Bryce Canyon haben wir uns den frühen Morgen und Vormittag ausgesucht. Unser Ziel war es zum Sonnenaufgang am Bryce Point zu stehen und das Farbspektakel beobachten zu können, das sich dem Besucher bei tief stehender Sonne in den ersten Minuten bietet.

Wir waren nicht die einzigen mit dieser Idee. Genauer gesagt standen wir allenfalls in der zweiten Reihe. Aber ab und zu tat sich eine Lücke auf, so dass auch ich die Gelegenheit bekam das beeindruckende Panorama auf den Chip der Kamera zu bannen.

Der Bryce Canyon mit seinem sog. Amphitheater im Sonnenaufgang, aufgenommen am Bryce Point
(X-T2 | ISO-200 | f/8 | 1/250sec | 18mm)
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Anschließend ging es vom Bryce Point aus, den Peekaboo Trail entlang. Und morgens um die Zeit war man sogar noch vollkommen allein unterwegs.

Peekaboo Trail
(X-T2 | ISO-200 | f/8 | 1/320sec | 18mm)

Die Entscheidung so früh loszugehen war nicht nur hinsichtlich des Sonnenaufgangs richtig, auch wäre der Aufstieg den Queens Garden Trail entlang aus dem Amphitheater hinauf bei voller Mittagssonne echt anstrengend geworden.

Queens Garden Trail
(X-T1 | ISO-200 | | 1/220sec | 12mm)

Gegen 11 Uhr waren wir zurück am Auto. Im Motel angekommen haben wir kurz verschnauft und sind anschließend in die nächste Ortschaft gefahren.

Panguitch

Panguitch ist ein kleines Nest westlich vom Bryce Canyon, dem man ansieht, dass es von dem nahe gelegenen National Park profitieren will, dies aber scheinbar kaum (noch) tut. Für uns hatte es jedoch den Vorteil, dass wir günstig einkaufen und die Touristenpreise direkt am Canyon vermeiden konnten.

Main Street, Panguitch
(X-T2 | ISO-200 | f/8 | 1/640sec | 29.3mm)
Main Street, Panguitch
(X-T2 | ISO-200 | f/8 | 1/280sec | 93.2mm)

Das historische Hotel hatte auch schon einmal bessere Zeiten gesehen…

Historic Cameron Hotel, Panguitch
(X-T2 | ISO-200 | f/8 | 1/750sec | 52.4mm)

Milchstraße über dem Bryce Canyon

Auf Grund seiner Höhe und Abgelegenheit (und damit geringen Luft- und Lichtverschmutzung) eignet sich das Plateau, an dem der Bryce Canyon liegt, außerordentlich um den nächtlichen Sternenhimmel zu beobachten. Wir nutzten diese Nacht um den Sternenhimmel zu erkunden, da ich bisher die Milchstraße als solche noch nie in natura gesehen hatte.

Selbst mit dem sehr eingeschränktem Equipment, was mir zur Verfügung stand, gelang es mir diesen Moment festzuhalten.

Milchstraße, aufgenommen am Sunsetpoint
(mit Sternschnuppe)
(X-T1 | ISO-1000 | | 58sec | 12mm)
Große Sagittarius Wolke
(X-T1 | ISO-1000 | | 45sec | 12mm)

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 8 – Über den Capital Reef NP zum Bryce Canyon NP

Nach drei Nächten in Moab war es Zeit für die nächste Etappe unserer Reise. Von Moab aus ging es ein Stück Richtung Nordwesten zurück, um dann am Capitol Reef Nationalpark vorbei zum Bryce Canyon Nationalpark zu fahren.

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Dieser Tag war rückblickend der landschaftlich vielfältigste Reisetag des gesamten Urlaubs. Wir hatte gefühlt unendlich lange und schnurgerade Streckenabschnitte (besonders zwischen Greenriver und Hanksville), wunderschöne Täler mit Obstgärten in Capitol Reef, den hohen und dicht bewaldeten Boulder Mountain sowie die zerklüftete Landschaft zwischen Boulder und Bryce.

Gifford Farm, Fruita, Capitol Reef NP
(X-T2|f/8|1/450sec|ISO-200|46.6mm)
Die Gifford-Scheune vor Sandsteinfelsen
(X-T2|f/8|1/300sec|ISO-200|18mm)
Ende des Scenic Drive im Capitol Reef NP
(X-T2|f/8|1/500sec|ISO-200|18mm)

Kurz „hinter“ querten wir den Boulder Mountain, der sich aus dem Aquarius Plateau hebt. Es handelt sich dabei um einen 3449 m hohen alleinstehenden Berg, der im in der schneefreien Zeit von Juli bis September überquert werden kann. Der Berg hat als Wasserreservoir eine große Bedeutung für die südliche Region Utahs.

Blick vom Boulder Mountain Richtung Osten
(X-T2|f/8|1/750sec|ISO-200|18mm)

Am südliche Fuße des Berges liegt das kleine Dorf Boulder – ob das Dorf dem Namen vom Berg bekommen hat, oder umgekehrt, ist mir unbekannt.

Blick zurück auf Boulder (der Bergrücken des Boulder Mountain erhebt sich ab linken Bildrand)
(X-T2|f/8|1/600sec|ISO-200|18mm)

Zwischen Boulder und dem Bryce Canyon wurde die Natur wieder karger, die Straße schlängelte sich auf Bergrücken entlang tiefer Einschnitte im Fels.

Karge Canyonlandschaft zwischen Boulder und Bryce
(X-T2|f/8|1/1250sec|ISO-200|32.6mm)
Die Straße schlängelt sich dem Horizont entgegen
(X-T2|f/8|1/800sec|ISO-200|52.4mm)

Nach dem wir nachmittags am Bryce Canyon angekommen sind und unser Motel bezogen haben (was gar nicht so schlimm war, wie wir anhand der Bewertungen erwartet hatten), sind wir mit dem Busshuttle direkt vom Motel in den Nationalpark gefahren, um die Stimmung im Sonnenuntergang zu erleben.

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Abendstimmung am Bryce Canyon
(X-T2|f/8|1/340sec|ISO-200|25.4mm)
Bryce Canyon Panorama im Sonnenuntergang
(X-T2|f/8|1/450sec|ISO-200|18mm)
Bryce Canyon mit Blick Richtung NordOst
(X-T2|f/8|1/1100sec|ISO-200|24.3mm)

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 7 – Arches NP – Dead Horse Point SP – Canyonlands NP (Island in the Sky)

Delicate Arch

Auf dem Weg zur Wolfe-Ranch, dem Startpunkt der kurzen Wanderung

Heute ging es ein zweites Mal in den Arches Nationalpark, diesmal zum Delicate Arch. Ziel war es noch vor dem Mittag zurück am Parkplatz zu sein, bei ca. 3 km je Richtung sollte dies ja möglich sein. War trotzdem warm. Und schweißtreibend. Aber wieder geil.

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Karge Vegetation am Wegesrand
Kurz vor dem Ziel kann man durch einen kleines Loch in der Felswand auf die andere Seite gelangen und den Delicate Arch in seiner Umgebung sehen

Alle Touristen hatten diszipliniert ausreichend Abstand vom Arch gehalten, um den jeweiligen Personen unter dem Arch die Möglichkeit zu geben ein Foto machen zu lassen. Links, außerhalb des folgenden Bildes, hatte sich dadurch bereits eine Schlange gebildet.

Wir unter dem Delicate Arch

Dead Horse Point Statepark

Nach dem wir mittags kurz ins Motel zurück gefahren sind, haben wir am Nachmittag zum Dead Horse Point Statepark und dem Canyonlands Nationalpark besucht. Mal eben 180 km abgespult. Liegt ja alles um die Ecke.

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Unterhalb des Dead Horse Point macht der Colorado River eine 180° Kurve
Blick Richtung La Sal Mountains/Moab vom Canyonlands NP Visitor Center

Vorbei ging es am Mesa Arch (ja auch in anderen National Parks gibt es Arches 😉 ). Ihr kennt ihn evtl. von einem Windows 7 Hintergrundbild.

La Sal Mountains durch den Mesa Arch betrachtet
Mesa Arch

Der Canyonlands Nationalpark gliedert sich in drei Teile: Island in the Sky, The Needles und The Maze. Wir waren in/auf Island in the Sky und hatten von dort aus einen überragenden Blick auf eine Landschaft, der der Park seinen Namen verdankt.

Nervenkitzel am Abgrund
Zerklüftetes Plateau
Und das Ganze noch einmal als Panorama
Den Blick in die Ferne schweifen lassend…

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 6 – Arches NP – Devils Garden

Nur wenige Kilometer nördlich von Moab liegt der Arches Nationalpark. Seinen Namen verdankt er den über 2000 Steinbögen, die in dieser kargen Landschaft vom Wind und Wetter geschaffen wurden. Der Park ist mittels einer sehr gut ausgebauten Straße erschlossen und zieht viele, auch internationale, Touristen an. So viel Deutsch, Französisch und Italienisch habe ich (gefühlt) in keinem anderen Park gehört.

Am ersten Tag im Arches NP haben wir uns für eine Wanderung durch den Devil’s Garden entschieden. 12 km über z.T. sehr gut ausgebaute Wege, z.T. über staubige und felsige Pfade die vor allem Trittsicherheit verlangen. Das alles bei angenehmen Temperaturen zwischen 30 und knappen 40°C. Im Schatten.

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Schon kurz nach dem Visitor Center des National Parks, über den man den Park betritt und verlässt, fährt man durch Landschaften, die für mich das Klischee des Wilden Westen erfüllen.

The Organ

Insgesamt ist man vom Visitor Center bis zum Devil’s Garden Trail Head ca. 45 Minuten mit dem Auto unterwegs (ca. 29 km). Auch wenn die Landschaft bis dahin schon viele verlockende Fotostopps anbot, haben wir uns diszipliniert, um so früh wie möglich am Trail Head zu sein. Hitze und so, ihr wisst schon…

Tunnel Arch kurz hinter dem Parkplatz
Pine Tree Arch

Typische Steinformationen mit ihren deutlich erkennbaren Schichten

In der Nähe des Private Arch
Double O Arch
Zurück Richtung Trail Head

Der Landscape Arch ist mit über 88 m der Arch mit der größten Spannweite im Park. An seiner dünnsten Stelle beträgt seine Dicke nur noch 3 m. Vor dem Abbruch zweier Segmente Anfang der 90er Jahre führte ein Weg unter dem Arch hindurch. Mittlerweile ist dieser für Besucher gesperrt.

Landscape Arch im Gegenlicht

Ursprünglich hatte ich für diesen Tag noch die Wanderung zum Delicate Arch geplant, jedoch haben wir diese Idee auf Grund der Wärme und allgemeinen Erschöpfung auf den nächsten Tag verschoben.

Stattdessen ging es zurück Richtung Moab, ohne jedoch vorher noch an zwei Stellen anzuhalten.

Blick Richtung La Sal Mountains
Balanced Rock
Balanced Rock im Gegenlicht

 

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 5 – Next stop Moab

740 km waren es von Twin Falls, Idaho, nach Moab, Utah. Vor uns lag also wieder ein ganzer Tag im Auto. Wir hatten ursprünglich geplant am großen Salzsee bei Salt Lake City eine Pause zu machen, um  behaupten zu können, einmal den großen Salzsee gesehen zu haben. Da wir jedoch kurz vor dem See eine gefühlte Stunde im Stau verloren haben, haben wir diesen Plan verworfen und sind bis Moab durchgefahren.

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Die Landschaft war sehr abwechslungsreich. Vom grünen Farmland in Idaho und im  nördlichen Utah, über Soldier Summit in den Wasatch Mountains hinein in die karge und z.T. wüstenähnliche Canyonlandschaft rund um Moab.

Woodside
Crescent Junction kurz vor Moab
Crescent Junction Panorama

Untergekommen sind wir im Moab Rustic Inn, das man guten Gewissens weiter empfehlen kann.

Vor unserem Hotel in Moab
La Sal Mountains östlich von Moab (mit einem heran ziehendem Gewitter)
Moab Sunset
Moab Main Street

USA – Canyons & Solar Eclipse – Tag 4 – Die Finsternis

Montag früh um 4:20 war es endlich so weit. Wir stiegen leicht bekleidet ins Auto (ein Fehler, wie sich später heraus stellen sollte) und machten uns wieder auf den Weg in das Sawtooth Valley. Es war stockdunkel, wenig Verkehr und nach 200 km erreichten wir einen der Feld-Parkplätze, den wir uns am Vortag ausgesucht hatten.

tl;dr

Auf der Flickr Seite von Thomas könnt ihr euch die Bilder anschauen.

Ausführliche Fassung